Thu, 25 Mar | Fränkel-Saal

Hellas 2021 | Vierter Teil

Musikalische Andacht | Liederabend
Anmeldung abgeschlossen
Hellas 2021 | Vierter Teil

Time & Location

25 Mar, 19:30 – 20:15
Fränkel-Saal, Jakobstraße 24, 02826 Görlitz, Deutschland

About the Event

Musikalische Andacht: Liederabend zum Thema "Hellas"

Vierter Teil (19:30) PROGRAMM

Franz Schubert (1797-1828): Ganymed (J.W.v.Goethe) D544

Claude Debussy (1862-1918): Trois Chansons de Billitis

i. La flûte de Pan, ii. La Chevelure, iii. Le Tombeau des naïades

Arthur Lourié (1891-1966): Aus "Griechische Lieder nach Dichtung von Sappho": Erotisches Fragment

Josefine Constanze Göhmann, Sopran (Deutschland)

Andrej Hovrin, Klavier (Russland)

Georgios Kasassoglou (1908-1984): Archäische Miniatur ("Αρχαϊκή μινιατούρα", Σαμπαθάς)

Franz Schubert (1797-1828): Memnon (Mayrhofer), D 541, Die Götter Griechenlands (Friedrich Schiller) D.677

Feliks Nowowiejski (1877-1946): Róże dla Safo op. 51 - 1. Glykopikros, 2. Faon 3. Śmierć Safo 4. Epitafium

Maurice Ravel (1875-1937): Cinq Mélodies populaires grecques M.A 9, 10, 4, 5, 11

i. Chanson de la mariée, ii. Lá-bas, vers l´église

iii. Quel galant m´est comparable, iv. Chanson des cueilleuses de lentisques, v. Tout gai!

Monika Rydz, Sopran (Deutschland)

Meghan Behiel, Klavier (Kanada)

Eintritt frei, Spenden erwünscht.

Anmeldung über den Knopf oben oder per Tel. 03581 8778460

Veranstalter: Evangelische Innenstadtgemeinde, Ars-Augusta e.V.

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Der Erste Internationale Lied-Wettbewerb Bolko von Hochberg "Hellas", vorgesehen für den 21. bis 25. März, muss leider verschoben werden. Mit der freundlichen Unterstützung durch die evangelische Innenstadt-Gemeinde aber wurde es uns ermöglicht, die Veranstaltung "Hellas" (wenigstens in Teilen) als Konzertaufführung zu "retten" . Wir feiern auf diese Weise den europäischen Philhellenismus, der sich auch in der Musik niedergeschlagen hat und eröffnen somit das Jahr Hellas 2021 auch in dieser schwierigen Zeit.

Die Veranstaltung darf nur unter Einhaltung aller Hygiene-Vorschriften stattfinden, deshalb sind maximal 30 Gäste zur gleichen Zeit im Saal zugelassen. Aus diesem Grund bitten wir um Ihre Anmeldung über das Formular.

Am 25.März 2021 beginnt in der ganzen Welt unter dem Begriff "Hellas 2021" das Jubiläumsjahr zur Erinnerung an den Kampf zur Befreiung der Griechen von der osmanischen Herrschaft. Dieses sehr wichtige Ereignis für die Geschichte Europas wurde von den  sogenannten "Phihellenen" nach Kräften gefördert. Dichter wie Friedrich Hölderlin, Percy Shelley, Lord Byron, Wilhelm Müller, Victor Hugo und hunderte andere Künstler haben sich mit ganzem Herzen für das Schicksal des griechischen Volkes engagiert. Aber erst der Tod Lord Byrons während der Belagerung von Messolonghi konnte schliesslich auch die Führer der Großmächte dazu bewegen, das kleine Volk in seinem Kampf gegen das osmanische Joch zu unterstützen.

Von der Renaissance über den Barock bis hin zur Aufklärung und Romantik zieht sich wie ein roter Faden die Bewunderung von Dichtern, Komponisten und Schöngeistern für die griechische Klassik. Hunderte Seiten von Liedern wurden über das Ideal "Hellas" geschrieben. Die Harmonie, die Tugend, die Liebe zur Natur und das Göttliche werden in Gedichten von Schiller, Goethe oder Hörlderlin gefeiert und bewegten dazu, die alten Lyriker wie die Dichterin Sappho oder Anakreon in verschiedene Sprachen zu übersetzen. So entstand eine reiche Lied-Literatur, von Franz Schubert bis Jean Coulthard, die das Programm des Wettbewerbes und nun auch dieses Andachtskonzert zum großen Teil wiederspiegeln wird.

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Biografien der Musiker

Josefine Constanze Göhmann (Sopran)

Die deutsch-chilenische Sopranistin Josefine Göhmann (geb. 1986) begann mit fünf Jahren Klavier zu spielen und wurde ab ihrem 12. Lebensjahr als Solistin des Mädchenchor Hannover ausgebildet, studierte Gesang bei Carol Richardson, sowie in den Liedklassen von Jan Philip Schulze und Justus Zeyen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Engagements führten sie an die Staatsoper Hannover, Festwochen Herrenhausen, Sommerliche Musiktage Hitzacker, Opéra National de Lyon, Théâtre des Champs-Élysées Paris, Opéra Royal du Château de Versailles, Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo, Opéra de Vichy und die Semperoper Dresden mit Dirigenten wie Alberto Zedda, Lothar Koenigs, Daniel Kawka, Justus Thorau und Oliver Weder. Liveübertragungen: NDR, France Musique. Vielseitigkeit an Sujet und Epoche bildet den Kern ihres künstlerischen Interesses. Herauszuheben sind die Titelpartie in Monteverdis L’incoronazione di Poppea in der Inszenierung von Klaus Michael Grüber (Lyon, Paris, Vichy), Deuxième Fille in Edison Denisovs Les Quatre Jeunes Filles (Monte-Carlo/frz. Erstaufführung) und der Schwerpunkt „Lied“: Im Duo mit dem Pianisten Mario Häring realisiert sie in Koproduktion mit dem Deutschlandfunk ihr Konzept „réBELLES!“/Frauenbilder 1900-2020. Josefine Göhmann ist Preisträgerin der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2016 und Finalistin des Richard- Strauss-Gesangswettbewerbs 2018.

Andrej Hovrin (Klavier)

Der Pianist Andrej Hovrin ist in Samara (Russland) geboren. Nach dem erfolgreichen Besuch des Musikgymnasiums in Samara begann er sein Klavierstudium an der Musikhochschule in Petrozavodsk, welches er 1994 mit Auszeichnung in Klavier (Prof. Ruvim Ostrovsky), Kammermusik und Liedbegleitung abschloss. Von 1996 an folgte sein Aufbaustudium in Liedbegleitung bei Prof. Tatjana Bibikova in Petrosavodsk und ab 2000 bei Konrad Richter an der Musikhochschule Stuttgart. Als Liedbegleiter ist Andrej Hovrin in ganz Europa und den USA unterwegs. Er begleitet bei internationalen Gesangskursen, wie der Sommerakademie Mozarteum in Salzburg, Härnösand Opera Academy (Schweden), Jeunesses Musicales Schloss Weikersheim (Deutschland), in Island, Frankreich, USA, Griechenland mit namhaften Lehrern wie u.a. Inge Borkh, Richard Miller, Julia Hamari, George Shirley, Vladimir Chernov, Luba Orgonasova, Mya Besselink, Neil Semer, Roberta Cunningham, John Norris, Monika Bürgener, Michaela Krämer, Kerstin Schötteldreier, Thomas J. Meyer, Caroline Stein, Katrin Kapplusch, Abbie Furmansky, Thomas Michael Allen und vielen anderen. Er begleitet den Europäischen Gesangswettbewerb DEBUT und den Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Weikersheim. Gastspiele führten ihn an das Mainfrankentheater Würzburg, die Staatsoper Stuttgart, die Oper Schloss Weikerscheim, das Theater Hof, Theater am Goetheplatz Bremen, Aalto Theater Essen, die Kammeroper Schloss Rheinsberg, das Teatro Arriaga in Bilbao, Teatro Olimpko in Athen, National Theater in Abu-Dhabi und an die Komische Oper. Andrej Hovrin hat mehrere CD-Aufnahmen mit Liedern von Brahms, Dvorak, Mussorgsky, Grieg, Sibelius, Rachmaninov, Berg, Bartok, Kodaly und Prokoffiev eingespielt, welche in Österreich, Island und England erschienen sind. Als Dozent war und ist er an den Musikhochschulen Düsseldorf, Hannover, Petrozavodsk (Russland) und Würzburg tätig.

Monika Rydz (Sopran)

Die Sopranistin Monika Rydz (geb. 1988) singt das sechste Jahr infolge an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/ Duisburg. Dort war sie im Opernstudio 2016-2018 und hat seitdem eine Vielzahl an Rollen gesungen, u.a. Barbarina in Wolfgang Amadeus Mozarts Le Nozze di Figaro, Papagena in W.A. Mozarts Die Zauberflöte, Frasquita in Georges Bizets Carmen, Sandmännchen und Taumännchen in Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel, die 2nd Niece in Benjamin Brittens Peter Grimes. Vor den Ausfällen durch Covid-19 konnte man sie in den Hauptrollen Ella Littlejohn James Reynolds Geisterritter und als Max in Oliver Knussens Wo die wilden Kerle wohnen erleben. Auch an anderen Theatern ist Monika gefragt, so gastierte sie noch Anfang 2020 am Nationaltheater Mannheim als 2nd Niece in Benjamin Brittens Peter Grimes und 2019 im Theater Bonn als Frasquita in Georges Bizets Carmen. Auch im Theater Krefeld/ Mönchengladbach ist sie seit 2013 ein wiederkehrender Gast für diverse Rollen, wie die Schwester und Zofe in Die kleine Seejungfrau Rusalka und Ferdinand und Schwester in Die Schöne und das Biest in jeweils überarbeiteten Kinderfassungen. Zudem debütierte sie dort als Barbarina in Le Nozze di Figaro. Im Ausland gastierte 2013 in Italien am Teatro Poliziano di Montepulciano als Despina in Wolgang Amadeus Mozarts Cosí fan tutte. Monikas Leidenschaft für künstlerische Vielfalt führte sie auch zu einem regen Konzertleben und damit zur Zusammenarbeit mit namenhaften Orchestern und Konzerthäusern. Sie trat bereits mit dem WDR-Rundfunkorchester Köln zur Eröffnung des Klangvokal Festivals 2017 auf, wo sie Alice in Rossinis Le Comte Ory zusammen mit Lawrence Brownlee in der Hauptrolle präsentierte. Im Konzerthaus Berlin erlebte man sie zum Stipendiaten-Abschlusskonzert der Liedklasse von NEUE STIMMEN der Bertelsmann-Stiftung. 2016 konzertierte sie in Rumänien, im Nationaltheater in Cluj-Napoca mit dem dortigem Orchester Filarmonica de Stat Transilvania din Cluj-Napoca. Außerdem sang sie die Hauptrolle der Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel mit dem Württembergischen Kammerorchester in Heilbronn zum Neujahrskonzert 2013. Sie fühlt sich lokal verbunden und konzertierte bereits mehrere Male in der Tonhalle Düsseldorf zusammen mit den Düsseldorfer Symphonikern, mit den Duisbuger Philharmonikern, wie auch mit der Camerata Louis Spohr unter Bernd Fugelsang. Mit diesen Orchestern trat sie ebenfalls im Schumann-Saal Düsseldorf und der Mercatorhalle Duisburg auf. Ihre Begeisterung für Neue Musik dufte sie wiederum in der Tonhalle Düsseldorf mit dem Liederzyklus Fuoco e lagrime von Anno Schreier mit dem notabu.ensemble neue musik innerhalb der Konzertreihe Na hör’n Sie mal! 2019 zum Ausdruck bringen. Monika schloss 2015 ihr Gesangsstudium bei Prof. Konrad Jarnot an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf mit der Bestnote 1,0 ab. Zusätzliche Anregungen bekam sie später im Unterricht mit Stephanie Doll und ließ sich in Meisterklassen u.a. mit Emma Kirkby, Tom Krause und Helen Donath inspirieren. Zu ihren Lieblingsrollen an der Hochschule zählen Rose Maurrant in Kurt Weills Street Scene, La Comtesse in Gioacchino Antonio Rossinis Le Comte Ory, aber vor allem die Titelrolle Alcina in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper. Zudem sang sie mit Vorliebe Arnold Schönbergs Zyklus Das Buch der hängenden Gärten Op.15 im Konzertsaal der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Monika Rydz gewann 2013 den Publikumspreis während der Sommerakademie am Mozarteum Salzburg. Zudem erhielt sie Stipendien vom Richard Wagner Verband Düsseldorf e.V., der Yehudi Menuhin Stiftung (Live Music Now) und der Bertelsmann-Stiftung NEUE STIMMEN.

Meghan Behiel (Klavier)

Die Pianistin Meghan Behiel stammt gebürtig aus Calgary, Kanada, und konzertiert regelmäßig in ganz Europa und Nordamerika. Meghan widmet sich intensiv der Liedbegleitung und nahm regelmäßig am „Mountain View International Festival of Song“ teil, wo sie ihren langjährigen Mentor Rudolf Jansen und Elly Ameling kennenlernte. 2019 gewann Meghan mit dem britischen Bariton James Williams den Carl-Nielsen-Sonderpreis der Jury beim internationalen Copenhagen Lied-Duo competition. Meghan ist ausserdem Finalistin des John Kerr Competition 2021 in London. Meghan ist offizielle Markenbotschafterin für Kawai Europa. Als diese präsentiert sie die neuesten Modelle der Firma Kawai in ganz Europa. Meghan ist außerdem Korrepetitorin an der Düsseldorf Lyric Opera, bei der sie auch gleichzeitig die Position der musikalischen Direktorin inne hat. Ihr Grund- und Hauptstudium absolvierte Meghan Behiel an der Universität Calgary bei ihrer Professorin Marilyn Engle. Ein Vollzeitstipendium ermöglichte, dass Meghan ihre Studien an der Universität der Künste Bern, Schweiz, vervollständigen konnte. Hier legte sie bei Professor Tomasz Herbut das Solistendiplom, den höchsten akademischen Grad für musikalische Soloinstrumente der Schweiz, mit besonderer Auszeichnung ab.

Anmeldung abgeschlossen

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